reflections

Trauer

Ich komme Sonntags gegen 23 Uhr endlich nach Hause...

Mutter: "Bring deine Sachen hoch und komm dann nochmal runter. Wir hatten ne schlechte Nacht."

Ich: Mach mir natürlich übel Sorgen, was jetzt sein könnte. Gehe Treppe runter - Kellertür zu. Dacht ich mir schon, dass es nur was mit Tigger sein konnte. Stell mich mitten in die Stube.

Mutter: "Fällt dir was auf?"

Ich: Seh mich um... "Tigger ist nicht da."

Mutter: "Genau. Der ist in Mühlhausen."

Ich: Überlege, was der in Mühlhausen tut.

Mutter: "In der Klinik."

Vater: "Der konnte nicht mehr laufen gestern. Hat sich nach Hause geschleppt. Haben nur die Klappe gehört und dann hat er schon geschrieen. Hab ihn natürlich gerufen, dass er hoch kommen soll. Kam aber nicht. Also bin ich runter. Und da lag er. Hinten konnte er nix mehr bewegen."

Mutter: "Haben erst bei Wiegands angerufen, aber die waren nicht im Dienst, also sind wir zu dem anderen Tierarzt. Da hat er ne Spritze bekommen und dann sind wir nach Mühlhausen in die Tierklinik."

Vater: "Röntgen lassen. Ist irgendwas mit dem Becken. Der eine Knochen ist zu weit von der Wirbelsäule entfernt. Morgen wollen se nochmal röntgen und rufen uns dann an."

Mutter: "Entweder, es heilt von allein und er muss dann nur 5 Wochen in nem kleinen Käfig verbringen. Oder sie sagen, dass es nicht alleine heilt und müssen operieren."

Vater: "Und die OP kostet. Und das können wir uns nicht leisten. Also würde er dann eingeschläfert werden."

Ich: Total fertig steh ich mitten in der Stube. Halte die Tränen zurück.

Mutter: Fängt an mit weinen.

Vater: Auch Tränen in den Augen.


Und jetzt sitz ich immer noch hier und heule wie son Schlosshund

22.10.07 01:47

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